Deeskalation und Selbstschutz in pädagogischen Einrichtungen

Wir befinden uns in einem Umfeld, in welchem eine Herausnahme von Menschen mit herausforderndem Verhalten nicht ohne weiteres möglich ist. Konzepte und Leistungsvereinbarungen sind dazu nicht geeignet.

Das Verbraucherschutzgesetz unterwirft die Leistungsanbieter*innen denselben Bedingungen wie den privatrechtlichen Vermieter*innen und geht noch darüber hinaus mit der Begründung, dass der Umgang mit den Menschen die originäre Aufgabe ist und es keine Alternative gibt. (Vermeidung von Entlassung in Obdach- und Hilflosigkeit) => Garantenstellung. Diese Praxis führt teilweise zum Gefühl der Ohnmacht bei den Mitarbeitenden.

In der Unterscheidung spricht man dann von herausforderndem Verhalten, wenn die schädigende Handlung im Grunde nicht einer Person gilt, sondern aus einer Stimmung oder Frustration entsteht, die ihre Ursache woanders hat.  

Mitarbeitende müssen in der Lage sein, sich in solchen Situationen adäquat zu verhalten. Dies beinhaltet:

  • den Aufbau von Resilienz
  • selbstbewusstes Auftreten
  • verbale Deeskalation
  • die Fähigkeit zum Selbstschutz
  • juristische Kenntnisse im Notwehrrecht
  • strategisches Verhalten

Beschreibung des Seminars

Ziel dieses Seminares ist die Vermittlung von schonenden Abwehr- und Fluchttechniken für den Fall, dass verbale Deeskalation nicht zum Erfolg führt.

Dazu werden in einem mehrstufigen Programm Bewegungsprinzipien vermittelt, die den Mitarbeitenden in die Lage versetzen sich zu schützen und es ermöglichen, dem*der Klient*in gegenüber wertschätzend, achtsam und schonend zu agieren. Diese Bewegungsprinzipien befähigen dazu, in herausfordernden Situationen verhaltenssicher zu sein ohne einzelne Techniken abrufen zu müssen.

Die Selbstschutzmaßnahmen beinhalten Bewegungsmuster, die als schonend bezeichnet werden, da der*die Teilnehmende nicht körperlich geschädigt wird. Wir verzichten bewusst auf den Begriff Selbstschutz-Techniken, da wir einen bewegungsintelligenten und prinzipienorientierten Ansatz verfolgen.

Reine Techniken-Vermittlung kann der Komplexität einer Gefahrensituation und den Anforderungen der Klient*innen nach wertschätzendem und angemessenem Umgang mit deren Anspannungen und Impulsen nicht gerecht werden.

Sollte diese Spezialisierung nicht erforderlich sein, werden auch Kurse mit Teilnehmenden unterschiedlicher Firmen angeboten.

Schulungen im Umgang mit Gewalt sind eine Fürsorgepflicht des*der Arbeitgeber*in, in der Regel zwingender Bestandteil von Gefährdungsbeurteilungen und gehören zu den QM-relevanten Bestandteilen einer DIN EN ISO 9000-Zertifizierung.

Veranstaltungsform

  • 2 Tagesseminare à 6 Stunden
  • einzelne Termine (6 x 2 Std.)

Veranstaltungsort

  • Standort Lüner Heide (Lüner Heide 2, 21339 Lüneburg)
  • Inhouse

Anzahl der Teilnehmenden

  • maximal 12 Teilnehmer*innen

Leistungen

  • Schulungsmaterialien
  • Verpflegung
  • Getränke

Dozent*in

Jochen Krull
(Experte für Selbstschutz)

Kontakt

+49 176 566 126 32

info@fliege-pädagogik.de